11.11.2016 |  Philipp Krass ist als Referent auf die Zentralkonferenz des f-s-u eingeladen

Titel Programm f-s-u Zentralkonferenz

 

Das Referat von Philipp Krass stellt Überlegungen zu aktuellen Themen des Städtebaus (Innenentwicklung, Verdichtung, Gestaltung öffentlicher Räume) an und beleuchtet Querbezüge und Zusammenhänge zu den Aufgabenfeldern Lärmschutz und Stadtklima. Dabei wird der Frage nachgegangen wie eine integrierte Betrachtungsweise dieser Aspekte einen positiven Beitrag zur Stadtakustik leisten kann.

 

Der f-s-u ist der politisch unabhängige schweizerische Fachverband für Raumplanerinnen und Raumplaner.

 

Aus dem Programm der Zentralkonferenz:

 

Lärm – Klang – Ruhe
Bis heute wird Akustik in der Raumplanung praktisch ausschliesslich als «Lärm» behandelt. Lärm stört, muss vermindert und verhindert werden. Die Lärmschutzverordnung hat dazu 1986 Massstäbe gesetzt, und die Rechtsprechung fordert Raumplaner, Architekten und Investoren immer wieder aufs Neue. Wie ist die Lärmschutzverordnung entstanden und welche Geschichte hat der Begriff «Lärm»? Grenzwerte, Emissionsbegrenzung und Schallschutz sind notwendig, doch sie behandeln die Akustik nur von ihrer negativen Seite.

An der Zentralkonferenz befassen wir uns mit der anderen Seite, nämlich mit dem urbanen Höralltag, mit den Klangqualitäten in öffentlichen Stadträumen oder der Frage, was einen ausserstädtischen Ruheort ausmacht. Auf den Klangspaziergängen haben wir zudem die Gelegenheit, den Stadtklang in der Umgebung des KKL unter kundiger Führung zu erleben. Trond Maag prophezeit, das 21. Jahrhundert werde zum Jahrhundert der Akustik. Auch für die Raumplanung. Welche Chancen ergeben sich für unseren Lebensraum bei einer aktiven Planung der Akustik? Wie leiten wir diese «Phase 2» im Lärmschutz ein?

In den Referaten wird anhand von Forschungsergebnissen und Fallbeispielen aufgezeigt, wie anstelle des Defizit-Ansatzes, mit welchem die bisherige planerische Diskussion das Thema abhandelt, die Akustik als raumplanerische Aufgabe der Zukunft verstanden werden kann – und somit die Suche nach dem Klang der Stadt, der Dörfer, der Landschaft in den Mittelpunkt rückt.

 

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DR 11.11.2016 17:22:19