Direktauftrag | Auftraggeber: Regionalverband Ruhr RVR | 2017

 

Der Radschnellweg Ruhr, kurz ‚RS1‘, soll als erster Radschnellweg einen Ballungsraum vernetzen. Die hohen Standards wie ein weitgehend kreuzungsfreier Verlauf, ausreichend breite Fahrbahnen für jede Richtung, Beleuchtung und Winterdienst machen ihn zum Vorbild für weitere Radschnellwegprojekte in Deutschland. Im Rahmen der im Jahr 2014 abgeschlossenen Machbarkeitsstudie RS1 wurde geprüft, wo und wie der Radschnellweg die Städte im Ruhrgebiet verbinden kann. Die geplante Strecke von Duisburg bis Hamm beträgt rund 101 Kilometer.  Mit der Realisierung des RS1 rückt auch das städtebauliche Umfeld entlang des RS1 in denFokus. So bietet sich die Chance, gemeinsam in der Region und mit vielen kommunalen, lokalen und regionalen Partnern an diesem Thema zu arbeiten und diesen Raum nachhaltig zu entwickeln. Der Radschnellweg ist integraler Bestandteil für diesen Korridor, der die ganze Region repräsentiert (Auszug aus  der Dokumentation "RS1-Workshop" vom 03.11.2015).

 

Berchtoldkrass identifiziert zentrale Botschaften, die das Selbstverständnis des Innovationsbandes aufzeigen: Als Ausgangspunkt wird die Stadtentwicklung von der Nahmobilität aus gedacht. Die daraus erwachsenden Potenziale für die Stadtentwicklung stehen hierbei im Mittelpunkt. Verwandte Innovationsbereiche in der Stadtentwicklung können von dieser Dynamik profitieren (Qualifizierung des öffentlichen Raums, Freiraumentwicklung, Klimaschutz, Nahmobilität, verknüpfte Mobilität, neue Formen des Wirtschaftens, Zivilgesellschaft, Integration und Teilhabe).

Unserer Vorstellung nach ist der Masterplans Innovationsband RS1 hierbei

  • ein dynamischer, wachsender Plan
  • ein Radar zur Herstellung von Übersicht und aufkommenden Projekten
  • eine Plattform zum Austausch
  • ein Türöffner für neue Projekte und Kooperationen
  • ein Impulsgeber für Innovationen Dritter
  • ein Katalog von Themenfeldern und Maßnahmen
  • ein Leitfaden zur Umsetzung von Projekten
  • ein Kommunikationsinstrument zur Vermittlung

 

 

Die Idee eines Masterplans besteht aus fixen Elementen (Routen, Portale, fixe Einstiegspunkte, besondere Orte), einer Projektübersicht, Impulsorten (Schaufenster und Pilotprojekte), globalen Prinzipien bezogen auf den Gesamtraum (Vernetzung und Anschluss an das Umfeld), lokalen Umbauzielen (Potenzialräume), die mit Gemeinden entwickelt werden könnten, Themen- und Maßnahmenkatalogen für die Handlungsfelder sowie Handlungsprinzipien und Leitfaden für Impulse. Die Handlungsfelder erfordern hierbei unterschiedliche Strategien bezogen auf Wirtschaft, Siedlungsentwicklung und Mobilität, wodurch der RS1 als Treffpunkt, Schnittstelle und Verteiler Integration und gesellschaftliche Teilhabe fördern kann.

 

 

00_Mobilitaetsportal01 Route02 Portale03 besondere Orte04 Projektuebersicht05 Impulsorte - Schaufenster und Pilotprojekte06 globale Prinzipien - Dichte fahradaffiner Nutzungen07 globale Prinzipien - Erhoehung der Nutzungs- und Gestaltvielfalt08 globale Prinzpien - Ermoeglichen von Innovation09 lokale Umbauziele und Potenzialraeume

 

 

PQ 08.06.2017 11:29:10