21.05.2019 |  Die LH Stuttgart beauftragt berchtoldkrass mit Studie zu Stapelungsmöglichkeiten in Gewerbegebieten

Die Landeshauptstadt Stuttgart (LHS) ist ein boomender Wirtschaftsstandort mit großer Anziehungskraft für nationale und internationale Unternehmen. Gestützt wird dieses Wirtschaftssystem durch die sehr gute Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur und eine wirtschaftlich starke Region, die mit der Stadt eng verwoben ist. Das führt zu einer hohen Standortattraktivität und starker Flächennachfrage. Um der hohen Nachfrage nach Bauflächen auch in Zukunft Rechnung tragen zu können und im Gegenzug der Innenentwicklung weiterhin Vorrang zu gewähren, müssen mittlerweile verstärkt Flächen in den Fokus genommen werden, die bisher nicht oder als schwer entwickelbare Potenzialflächen erfasst wurden. Das verlangt auch ein Umdenken bei der Ermittlung, der Definition und der Aktivierungsstrategie von Bauflächenpotenzialen.

 

Besonders in gewerblich genutzten Bereichen finden sich häufig Nutzungen, die sich durch eine geringe Flächeneffizienz auszeichnen. Darunter werden z.B. Flächen mit folgenden Nutzungen subsummiert: Parkplätze, betriebliche Reserveflächen, 1 bis 2-geschossige Gebäude, temporär genutzte Flächen, Lagerflächen, Rangierflächen usw. Im Rahmen der geplanten Studie soll anstatt einer flächenintensiven Außenentwicklung eine flächeneffiziente, gestapelte Innenentwicklung im Fokus stehen. Im Wohnungsbau ist dieser Ansatz kein neuer. Gewerbliche Nutzungen hingegen sind noch immer häufig in eingeschossigen Gebäuden und Hallen untergebracht und werden somit häufig als flächenintensive Nutzungen eingestuft.

 

Es gilt die Frage zu beantworten, welche Entwicklungen auf Bestandsflächen angestoßen werden können und wie Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um eine flächeneffiziente Nutzungskombination perspektivisch zu gewährleisten.In der Studie soll gezeigt werden, dass das Prinzip der Nutzungskombination/-stapelung grundsätzlich funktioniert und wie dies umgesetzt werden kann. Dafür sollen verschiedene Lösungsansätze (organisatorisch, baulich, ökonomisch, rechtlich) untersucht werden. Es wird davon ausgegangen, dass sich durch das Stapeln die Rentierlichkeit für die Eigentümer steigern lässt und somit zu einer neuen Wertschöpfung auf Bestandsflächen führt. Da die Rentierlichkeit ein starkes Argument im Zuge der Umsetzungsstrategie sein kann, soll dieser Aspekt in der Studie besonders berücksichtigt werden. Besonders interessant an diesem Ansatz der Flächeneffizienzsteigerung ist, wie es auf gewerblichen Bestandsflächen zu einer Nutzungserweiterung / Nutzungskombination durch Stapelung gewerblicher Nutzungen kommen kann. Die Aktivierungsrolle der Stadtverwaltung soll hierbei in besonderer Weise berücksichtigt werden.

 

Dies spannende Aufgabe bearbeiten wir gemeinsam mit dem Architekturbüro amunt.

 

IG 21.05.2019 18:28:51