Entsiegelungskonzept
Mannheim, Deutschland
- Auftraggeber:innen
- Stadt Mannheim – Geoinformation und Stadtplanung
- Ansprechpartner:innen
- Stadt Mannheim – Geoinformation und Stadtplanung, Christopher Barron
- Projektpartner:innen
- bgmr Landschaftsarchitekten GmbH
- Leistungen
- Webseite, gesamtstädtische Entsiegelungsstrategie, Flächentypisierung, skizzenhafte Lupenräume, Maßnahmen zur Entsiegelung
- Art des Auftrags
- Bearbeitung nach Bewerbungsverfahren
- Bearbeitungszeitraum
- Juni 2023 bis Juni 2024
Durch den voranschreitenden Klimawandel, der überdurchschnittlich viele Hitzetage und vermehrte Starkregenereignisse mit sich bringt sowie durch die vielen versiegelten Flächen im Stadtgebiet, die den städtischen Wärmeinseleffekt verstärken, hat sich die Stadt Mannheim dazu entschieden eine GIS-basierte und gesamtstädtische Entsiegelungsstrategie in Kombination mit Maßnahmen zur Entsiegelung zu entwickeln. Das Besondere: Diese Strategie richtet sich sowohl an Private und Gewerbetreibende sowie die öffentliche Hand.
Auf der Webseite www.mannheim-entsiegeln.de kann die Strategie abgerufen werden und BürgerInnen können ihre Entsiegelungsvorschläge einbringen.
Stadtstrukturen und Maßnahmen
Die Mannheimer Stadtstrukturen wurden mittels einer Luftbildanalyse gescannt. So konnten sogenannte Flächenpotenzialtypen in sechs Kategorien (Wohnbebauung, Industrie- und Gewerbeflächen, Verkehrsflächen und Mobilität, Gemeinbedarfsflächen, Freiraum und sonstige Flächenpotenzialtypen) identifiziert werden. Hintergrund ist, dass sich ähnliche Stadtstrukturen ähnlich verhalten und entsprechend auch vergleichbare Maßnahmen übertragen und umgesetzt werden können. Der eigens für Mannheim entwickelte Maßnahmenkatalog zeigt, dass eine Entsiegelung von Flächen nicht zwangsläufig mit einer Vollentsiegelung, also mit der Entfernung des Belags, wie Asphalt, einhergehen muss. Er ist daher in die Handlungsfelder Vollentsiegelung, Teilentsiegelung und funktionale Entsiegelung unterteilt. Für jede Maßnahme wurde ein eigner Steckbrief entwickelt, der bspw. über das Ziel oder die Wirkung der Maßnahme informiert.
Konkrete Entsiegelungspotenziale auf Flurstücksebene
Neben den Flächenpotenzialtypen wurden auf Flurstücksebene mittels einer GIS-basierten Analyse konkrete Entsiegelungspotenziale im öffentlichen Raum und auf privaten Flächen ermittelt, die auf einer gesamtstädtischen Karte verortet wurden. Zur Identifizierung der Potenziale wurde eine Priorisierung vorgenommen, hierbei spielte nicht nur der prozentuale Versiegelungsgrad der Flurstücke herangezogen, sondern auch weitere Indikatoren, die im Hinblick auf Klimaanpassung eine Rolle spielen. Dazu zählen die z.B. die bioklimatische Belastung der Siedlungs- und Verkehrsflächen und die Siedlungsräume mit relevanter Kaltluftproduktion, die im Rahmen der Stadtklimaanalyse 2020 analysiert wurden.
Visualisierungen
Anhand von ausgewählten, beispielhaften Flächenpotenzialtypen wurden die Maßnahmen angewendet. Hierfür wurde jeweils die Ausgangssituation sowie die zukünftige Situation unter Anwendung der Maßnahmen aus dem Katalog visualisiert. Diese Visualisierungen unterstützen die Bürger:innen in ihrer Vorstellung.
Weitere Infos zum Projekt gibt es hier:
www.mannheim-entsiegeln.de






