Urban Sandwich I
Stuttgart, Deutschland
- Auftraggeber:innen
- Landeshauptstadt Stuttgart – Amt für Stadtplanung und Wohnen
- Ansprechpartner:innen
- Abteilung Stadtentwicklung
- Projektpartner:innen
- Amunt Nagel Theissen
- Leistungen
- Studie zur Steigerung der Flächeneffizient durch Stapelung
- Art des Auftrags
- Beauftragung nach Bewerbungsverfahren
- Bearbeitungszeitraum
- Januar 2019 bis September 2020
Vor allem für das produzierende Gewerbe stehen innerstädtisch immer weniger Flächen zur Verfügung. Um der hohen Nachfrage nach Bauflächen auch in Zukunft Rechnung tragen zu können und im Gegenzug der Innenentwicklung weiterhin Vorrang zu gewähren, müssen verschiedene Strategien zur Aktivierung von Bauflächenpotenzialen entwickelt und in Betracht gezogen werden. Im Rahmen der Studie stand anstatt einer flächenintensiven Außenentwicklung eine flächeneffiziente, gestapelte Innenentwicklung im Fokus.
Die Möglichkeiten der vertikalen Nachverdichtung wurden unter der Bedingung untersucht, dass die gewerblichen Bestandsnutzungen am Standort und im Stadtgebiet erhalten bleiben. Rahmenbedingungen wie die Wirtschaftlichkeit von Stapelung, die beteiligten Akteure, Eigentumsverhältnisse und andere ökonomischen Aspekte wurden dabei ebenso beleuchtet wie die städtebaulichen und architektonischen Aspekte, die mit der Fläche verknüpft sind.
Rahmenbedingungen von Stapelung
Die Umsetzbarkeit der vertikalen Stapelung gewerblicher Nutzungen hängt stärker von ökonomischen Interessen als von baulichen Aspekten ab. Für tragfähige Konzepte müssen die Motive und Ertragsmodelle der Akteur:innen verstanden werden: Wer erzielt Gewinne – durch Fläche, Gebäude, Produktion oder Dienstleistungen? Diese Fragen zeigen, für wen Stapelung wirtschaftlich attraktiv ist.
Exemplarische Gewerbegebietstypen
Für die Untersuchung wurden im Vorfeld etwa 25 in Frage kommende Gewerbegebiete auf ihre Lage und Verkehrsanbindung im Stuttgarter Stadtgebiet, ihre bauliche Struktur, die vorhandenen Nutzungen und möglichen Rahmenbedingungen hin untersucht.
Die Vielfalt der Gewerbegebiete ist nicht vollständig abbildbar, da sie vielen Entwicklungsfaktoren unterliegen, die in unterschiedlichsten Konstellationen auftreten. Überraschenderweise konnten aber typenbildende Bebauungsstrukturen identifiziert werden, die aufgrund der zugrunde liegenden Eigentumsverhältnisse, der Größe der Flurstücke, der Entstehungsgeschichte und den speziellen Anforderungen an die Gewerbeimmobilien eine bestimmte Morphologie ausgebildet haben. Die fünf herausgearbeiteten Gebietstypen A-E unterscheiden sich vor allem durch das Verhältnis der baulichen Struktur zur Freifläche.
Entwicklungsszenarien für exemplarische Standorte
Jedes der ausgewählten Gebiete weist individuelle Charakteristika, Fragestellungen und Potenziale hinsichtlich Bebauungsdichte, Gebäudehöhe, Bausubstanz, Nutzung, etc. auf, die als Basis und Ausgangspunkt für die Entwicklung der Stapelungsszenarien genutzt wurden. Dabei haben sie auch prototypischen Charakter für vergleichbare Standorte des gleichen Typs.
Weitere Infos zum Projekt gibt es hier:
Abschlussbericht Urban Sandwich I






