berchtoldkrass

Bunter Bund Lausitz 2050
Polen, Tschechien, Deutschland

Eckdaten anzeigen
Auftraggeber:innen
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR)
Ansprechpartner:innen
Dr. Antje Matern – IÖR
Projektpartner:innen
bauchplan, KONTEXTPLAN
Leistungen
Visionäres Raumbild, Visualisierungen
Art des Auftrags
Kooperatives Planungslabor mit Mehrfachbeauftragung
Bearbeitungszeitraum
März 2021 bis September 2021

Mit dem beschlossenen Kohleausstieg bis 2038 und dem damit verbunden Strukturwandel der Lausitz er­geben sich tiefgreifende Veränderungen für die rund 12.000 km² große Region, die sich über die Landesgrenzen Sachsens und Brandenburg sowie Deutschland, Tschechien und Polen er­streckt. Diese Transformation in Kombination mit den enormen Flächenpotenzialen der Lausitz bergen die Chance, globale Herausforderungen wie den Klimawandel, Artensterben oder nachhaltige Energieproduktion lokal zu adressieren. Zugleich stellt der Strukturwandel eine große Herausforderung für die Region, die örtliche Bevölkerung und die lokale Wirtschaft dar.

Das Raumbild „Bunter Bund Lausitz 2050“ versteht sich als Denkanstoß, die endogenen, kulturellen und historischen Spezifika der Region als Ausgangs­punkt für eine nachhaltige Transformation der Lausitz zu be­greifen, bei gleichzeitiger Adressierung globaler Herausforde­rungen.

Städtebünde
Sphären
Naturräume
Raumbild M 1:175.000

Ebenen der Transformation

Drei mit ihrem Umland eng verwobene Städtebünde bilden das Rückgrat der zukünftigen räumlichen Entwicklung. Sie werden durch starke Naturräume kontrastiert, zu welchen sie in symbiotischer Verbindung stehen. Lokale Kreisläufe zwischen Stadt, Umland und Natur sind der Schlüssel zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Transformation der Lausitz. Die Transformation beruht auf der Weiterentwicklung und Qualifizierung lokaler Faktoren. Ihre Vielfalt ist der Garant für eine bunte und resiliente Lausitz.

Ebenen des Raumbildes
Indikatoren für eine resiliente Region

Atmosphärische Zukunftsbilder für die Lausitz

Städtebünde: Kernzonen der urbanen Entwicklung
Folgelandschaften: Plurale Möglichkeiten
Sphären: Kultivierte „Ereignislosigkeit“ des Dazwischens
Wildnisse: Speicherräume für Biodiversität

Nicht der einzelne geografische Ort steht in den Vertiefungsbereichen im Mittelpunkt, sondern archetypische Räume der Lausitz, die gemeinsamen Prinzipien und Logiken folgen.

Die atmosphärischen und strategischen Collagen versuchen, zentrale Stoßrichtungen, Prinzipien und Handlungsoptionen des Raumbildes räumlich zu fassen. Sie plädieren für unterschiedlich starke und schnelle Transformationen. Als hyperreale Landschaften können sie den öffentlichen Diskurs über Potenziale, Vielfalt und Kontraste der weiterentwickelten Region bereichern.

Weitere Infos zum Projekt gibt es hier:
Raumbilder Lausitz 2050