berchtoldkrass

Integriertes Klimaanpassungskonzept
Freising, Deutschland

Eckdaten anzeigen
Auftraggeber:innen
Stadt Freising - Stadtplanung und Umwelt
Ansprechpartner:innen
Andrea Brandl - Stadtplanung und Umwelt
Projektpartner:innen
GEO-NET Umweltconsulting GmbH, wgf Landschaft GmbH, Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH
Leistungen
Rahmenplan, Städtebauliches Konzept, Strategie Klimaanpassung / Starkregen, Öffentlichkeitsbeteiligung
Art des Auftrags
Bearbeitung nach Bewerbungsverfahren
Bearbeitungszeitraum
Mai 2021 bis Oktober 2022

Die Stadt Freising hat mit dem Klimaanpassungskonzept KLAPS50 eine Planung aufgestellt, die die Leitplanken für eine nachhaltige Stadtentwicklung aufzeigt. Bereits heute sind die Auswirkungen des Klimawandels in Freising spürbar – etwa in der hitzebelasteten Altstadt mit dem historischen Domberg oder in den nördlichen Stadtvierteln mit einer immer häufiger werdenden Starkregengefährdung.

Das Klimaanpassungskonzept entstand in Zusammenarbeit mit bgmr Landschaftsarchitekten, Geo-NET (Themenfeld Hitze) und Sieker (Themenfeld Wasser).

Methodik

Klimaanpassung funktioniert durch gesamtstädtische Leitplanken

Auf gesamtstädtischer Maßstabsebene formulieren Konzeptpläne in verschiedenen Themenfeldern den Weg zur klimaangepassten Stadt Freising. Welche Bereiche sind für die Versorgung der Stadt mit nächtlicher Kaltluft besonders wichtig und daher sensibel zu beplanen? Wie kann der Zugang zu Hitzeentlastung, also in große und kleine Grünräume verbessert werden? Wo gilt es, die potenzielle Gefährdung durch Starkregenereignisse zu minimieren?

Es werden jeweils Querschnitts-Ansätze formuliert, die das Handlungsfeld Hitze als auch das Handlungsfeld Wasser berücksichtigen.

Ausschnitt Teilkonzept Kaltluftsystem
Ausschnitt Teilkonzept Hitzeminderung und Schwammstadt
Ausschnitt Teilkonzept Starkregenvorsorge

Wassersensibler Umbau in Vertiefungsbereichen

Die Maßnahmenansätze werden hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit an konkreten Stadträumen getestet. So wird aufgezeigt, wie das Konzept in vielen ohnehin anstehenden Planungen angewendet und umgesetzt, gewissermaßen angedockt werden kann.

Die Maßnahmen in den unterschiedlichen Stadträumen umfassen beispielsweise kaskadenartige Retentionsflächen, Sickerbeete, entsiegelte und teilentsiegelte Flächen sowie Gräser- und Baumpflanzungen. Somit entsteht durch Beschattung und Verdunstung ein kühler Stadtraum, der gleichzeitig Niederschlagswasser zurückhalten und schadfrei ableiten kann.

Vertiefungsraum Frühlingsstraße
Vertiefungsraum Landshuter Straße
Vertiefungsraum Innenstadt Ost

Umsetzungsstrategien für die Klimaanpassung

Der Aktionsplan für das Klimaanpassungskonzept in Freising stellt das zentrale Instrument für die Umsetzung dar. Er dient der Stadt Freising dazu die definierten Ziele und Maßnahmen im Planungsalltag zu integrieren und damit die Klimaanpassung konkret voranzutreiben.

Neben dem Aktionsplan sollen ausgewählte Pilotprojekte in Freising prioritär umgesetzt werden, um die Klimaanpassung voranzutreiben und damit auch das KLAPS 50 umzusetzen. Hierfür geben die abgebildeten Eingriffsräume und -themen die Projekte vor, mit welchen Freising künftig starten sollte.

Ausschnitt Aktionsplan Konkretisierende Instrumente
Pilotprojekte

Weitere Infos zum Projekt gibt es hier:
Stadt Freising