Kooperatives Rahmenplanverfahren Wörth-Dorschberg
Wörth am Rhein, Deutschland
- Auftraggeber:innen
- Stadt Wörth am Rhein
- Ansprechpartener:innen
- Andreas Scherzer
Stabsstelle Nachhaltige Stadtentwicklung - Projektpartner:innen
- Adapter e.V.
Stadtimpuls - Förderung
- Bundesprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren"
- Leistungen
- Bearbeitung des Bereiches Städtebau und Freiraum bzgl. Analyse, Leitbild, Strukturkonzept, Rahmenplan, Maßnahmen, Konzeption und Beteiligung
- Art des Auftrags
- Bearbeitung nach Bewerbungsverfahren
- Bearbeitungszeitraum
- April 2025 bis November 2025
Im Stadtteil Dorschberg, entstanden in den 1970er Jahren, leben heute deutlich mehr Menschen als im ursprünglichen Stadtkern. Typische Strukturen wie hohe Wohntürme, eine teils leerstehende Ladenzeile, Sportflächen und Parkplätze kennzeichnen den Dorschberg.
Eingebettet in einen mehrjährigen Transformationsprozess, war es die Aufgabe des Kooperativen Rahmenplanverfahrens, ein tragfähiges und zukunftsweisendes städtebauliches und freiraumplanerisches Grundgerüst mit kurz-, mittel- und langfristigen Entwicklungsschritten zu entwerfen und die Menschen vor Ort regelmäßig miteinzubeziehen.
Fünf Leitbilder für den Dorschberg
Die Entwicklungsrichtungen für den Dorschberg wurden zunächst in 5 Leitbildern erarbeitet. Die Visualisierungen dienten als Wiedererkennungsmerkmal im gesamten Rahmenplanprozess und kamen bei unterschiedlichen Veranstaltungsformaten zum Tragen.
Der städtebauliche und freiraumplanerische Rahmenplan
Der Rahmenplan zielt auf eine umfassende städtebauliche Aufwertung und bessere Vernetzung des Quartiers ab: Im Rathausumfeld wird die Bücherei zu einem erweiterten „Dritten Ort“ mit vielfältigen Nutzungen und Lesegarten ausgebaut, während der Rathausplatz durch Begrünung und Urban Gardening an Aufenthaltsqualität gewinnt und barrierefrei erschlossen wird.
In der Marktstraße entsteht durch die Neuordnung zentraler Gebäude wie REWE und KiK ein neuer Marktplatz mit ergänzenden Wohn- und Büronutzungen sowie einer Tiefgarage zur Entlastung des öffentlichen Raums. Weitere Bausteine sind ein Parkhaus an der Festhalle, die Weiterentwicklung des Gesundheitszentrums mit zusätzlichen Gebäuden für Wohnen, Dienstleistungen und Büros sowie die mögliche Neuordnung oder der Ersatzbau des Hallenbads mit ergänzender Mobilitätsinfrastruktur und Sportflächen.
Nach der langfristigen Verlagerung von Sportanlagen entstehen neue Wohngebäude im Bereich der Tennisplätze als Quartiersauftakt, während kleinere Maßnahmen wie die Begrünung der Post-Vorzone das Gesamtbild abrunden. Insgesamt werden Grünflächen ausgebaut, ein neuer Park geschaffen und durchgehende Wegeverbindungen etabliert, um die Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit und Sicherheit im Quartier deutlich zu verbessern.
Umsetzungsstrategie
Die Umsetzung erfolgt in drei Etappen: Kurzfristig werden Sofortmaßnahmen umgesetzt, die bestehende Strukturen aktivieren und verbessern. Mittelfristig entstehen bauliche und freiräumliche Neustrukturierungen sowie neue Wege im Quartier. Langfristig ist eine umfassende Umstrukturierung inklusive Integration der nördlichen Bereiche und Sportflächen geplant.
Kurzfristig werden bestehende Nutzungen wie die Ladenzeilen an der Marktstraße durch neue Konzepte und eine stärkere Nutzung der Außenräume belebt, Durchgänge werden aufgewertet, und Projekte wie Urban Gardening werden dauerhaft als Treffpunkt etabliert.
Mittelfristig entstehen neue Baukörper, die Bücherei erweitert sich in Bestand und Außenraum und belebt den Rathausplatz.
Langfristig können auf den heutigen Sportflächen neue Quartiere mit Gesundheitszentrum, Sportangeboten sowie zusätzlichen Wohn- und Büroflächen entstehen. Der Rückbau eines heutigen Bausteins ermöglicht eine Erweiterung der nördlichen Ladenzeile und schafft eine neue Nord-Süd-Wegeverbindung mit sicherem Schulweg.







