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Urban Sandwich II
Stuttgart, Deutschland

Eckdaten anzeigen
Auftraggeber:innen
Landeshauptstadt Stuttgart – Amt für Stadtplanung und Wohnen
Ansprechpartner:innen
Jan Ferenz – Abteilung Stadtentwicklung
Projektpartner:innen
Amunt Nagel Theissen
Leistungen
Studie
Art des Auftrags
Beauftragung nach Bewerbungsverfahren
Bearbeitungszeitraum
Oktober 2021 bis Januar 2024

Das Projekt Urban Sandwich II ist eine Entwicklungsstudie zur Flächeneffizienzsteigerung und Weiterentwicklung stadtwirtschaftlicher Betriebsstandorte der Landeshauptstadt Stuttgart.

Ziel der Studie ist es, im Rahmen des Nachhaltigen Bauflächenmanagements Stuttgarts (NBS) exemplarisch mittel- bis langfristige Entwicklungsperspektiven für stadtwirtschaftliche Betriebsstandorte in Varianten aufzuzeigen. Um den wachsenden Bedürfnissen der Betriebe gerecht zu werden, wird das bestehende Nachverdichtungs- und Stapelungspotenzial sowie mögliche Raumressourcen für künftige Mehrbedarfe oder ergänzende Nutzungen abgebildet. Durch die optimierte städtebauliche Einbindung, nachbarschaftlich verträgliche Entwürfe und ergänzende punktuellen Quartiersnutzungen wird die Akzeptanz und somit der Erhalt und die Weiterentwicklung von Ver- und Entsorgungsstandorten gefördert.

Die Studie stellt das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtplanung und Wohnen, dem Technischen Referat mit der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS), dem Tiefbauamt und dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt dar.

Übersicht der städtischen Standorte und Typen
Übersicht der städtischen Standorte und Typen

Standorttypen der städtischen Betriebe

Aus der Analyse aller Stuttgarter Standorte lassen sich verschiedene Typen ableiten. Übergeordnet lassen sich für alle Typen gültige Strategien und Ziele formulieren:

  • Flächen für städtische Eigenbetriebe (Lager, Archiv, Büro, Sozialräume)
  • Stapelung von Nutzungen zur Flächeneffizienz und Prozessoptimierung
  • Mehr Überdachung für Wetterschutz, Energiegewinnung und Regenwassernutzung

Neben diesen Zielen haben die jeweiligen Typen nochmals spezifische Transformationspotenziale, die auf den Charakter und das stätische Umfeld reagieren.

Exemplarische Szenarien für vier Standorte

Schrägluftperspektive Standort „Markgröninger Straße“, Foto: Stadt Stuttgart
Schrägluftperspektive Standort „Stadtgärtnerei“, Foto: Stadt Stuttgart
Schrägluftperspektive Standort „In den Entenäckern“, Foto: Stadt Stuttgart
Schrägluftperspektive Standort „Obernitzstraße“, Foto: Stadt Stuttgart

Bauliche und programmatische Szenarien

Die Entwürfe werden durch isometrische Darstellungen, dreidimensionale Nutzungsdiagramme, Kennwertberechnungen, ausgewählte Grundrisse oder Schnitte sowie prägnante Textbeschreibungen veranschaulicht. Für jeden Standort liegen mindestens zwei ausgearbeitete Varianten vor.

Szenario 2: Ein neuer Riegel in der Markgröninger Straße

Der Entwurf „Riegel“ nutzt die nordöstliche Hoffläche für einen zweigeschossigen Bau mit wettergeschützten Lagerflächen im EG und Büro- sowie Sozialräumen (800 m² BGF) im OG. Eine Terrasse entsteht auf dem Flachdach. Ergänzend sind ein Anbau mit überdachtem Lager und flexibel nutzbarem Raum sowie eine mögliche Überbauung der südwestlichen Parkplätze vorgesehen.

Szenario 1: Aufstockungen und Ergänzungsbauten für die Stadtgärtnerei

Das Szenario ergänzt die drei Pavillons mit einer eingeschossigen Aufstockung (a), die begrünte Dachflächen als Freiraum und Regenrückhalt erschließt. Das neue Gebäude bietet Platz für Sozial- und Ausbildungsräume der Stadtgärtnerei, auf dem Sheddach ist eine PV-Anlage vorgesehen. Weitere Bausteine sind die aufgestockte Kantine (b), überbaute Lager-/Parkflächen im Nordosten (c), ein neues Gewächshaus mit darunterliegendem Lagerbereich (d) sowie überdachte Lagerflächen im Süden (e) mit PV- und Regenwassernutzung. Im Westen (f) bietet eine Freifläche Potenzial für gärtnerische Ausbildungsnutzung.

Szenario 3: Ein kompakter und gestapelter Hof in den Entenäckern

Dieses Szenario zeigt die maximale Dichte und maximalen Flächengewinn auf dem Grundstück. Das Raumprogramm für AWS und Tiefbauamt wird parallel zur Straße angeordnet, der Wertstoffhof zweigeschossig überbaut. Es entstehen flexible Flächen für Lager, Archive, Büros und Sozialräume. Der geschützte Innenhof dient als hochwertiger Pausenbereich, die Dachflächen sind für PV-Anlagen nutzbar.

Weitere Infos zum Projekt gibt es hier:
Abschlussbericht Urban Sandwich II